Mittwoch, September 20, 2017

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Arbeitskraft & Beschäftigung

Kategorie: Palästinenische Wirtschaft

Die Palästinensischen Gebiete verfügen über ein enormes Reservoir an gut ausgebildeten Arbeitskräften. Das Bildungsniveau der palästinensischen Bevölkerung ist das höchste der gesamten Region mit Ausnahme von Israel. Im UNDP Bildungsindex, der auf der Lesefähigkeit und dem Anteil an primärer, sekundärer und tertiärer Bildung basiert, erreicht Palästina 0,89 Punkte im Vergleich mit durchschnittlichen 0,69 Punkten anderer arabischer Staaten. Länder mit mittlerem Einkommen erreichten im Durchschnitt 0,84 Punkte  und die gesamte Welt 0,75. 

 Bildungsindex

 

Statistiken aus dem Jahr 2006 zeigen, dass 27,4 Prozent der arbeitsfähigen Bevölkerung mehr als zwölf Jahre Schulbildung genossen haben, 31,3 Prozent haben zehn bis zwölf Jahre gelernt und 24,5 Prozent sieben bis neun Jahre.  

Schule

 

Im Jahr 2006/ 2007 waren in den Palästinensischen Gebieten 119,054 Studenten (53,7 Prozent davon weiblich) an 43 Hochschuleinrichtungen eingeschrieben. 25 Prozent davon haben  Sozialwissenschaften, Wirtschaft oder Recht studiert, 28 Prozent haben sich für Bildungsstudiengänge entschieden, 18 Prozent für Geisteswissenschaften oder Kunst und 11,3 Prozent für Naturwissenschaften. 

Das durch Bildung erworbene Potenzial der palästinensischen Bevölkerung kann als wertvolles Eigenkapital des Landes gesehen werden, das nur darauf wartet, sich bei Entspannung der schwierigen wirtschaftlichen und politischen Lage frei zu entfalten. 
Durch den Mangel an Beschäftigungsmöglichkeiten im Zuge der zweiten Intifada  ist die Arbeitslosigkeit zwischen 1999 und 2002 von 11,8 Prozent auf 31,3 Prozent gestiegen. Dennoch ist es allen durch Mobilitätsbeschränkungen verursachten Schwierigkeiten zum trotz gelungen, 54.000 neue Arbeitsplätze zu schaffen und die Arbeitslosigkeit bis zum Jahr 2007 auf 21,5 Prozent zu senken.  
Im direkten Zusammenhang mit der hohen Arbeitslosigkeit liegt auch der niedrige Lebensstandart in den Palästinensischen Gebieten. Im Westjordanland und im Gazastreifen leben derzeit 21 Prozent der Bevölkerung von weniger als zwei US-Dollar pro Tag. Besonders prekär ist die Lage im Gazastreifen, wo das Einkommen von 85 Prozent der Bevölkerung unter der Armutsgrenze liegt. Mehr als 80 Prozent der Bevölkerung sind von internationaler Hilfe abhängig.


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